Wer flickt mir jetzt die Socken?
Nachdem wir auf unserem letzten Heerlager gesungen haben „wer flickt mir jetzt die Bruche“, wollte ich mal nachschauen, ob die Menschen im Mittelalter Socken trugen oder nicht. Und folgendes habe ich gefunden:
Strümpfe waren schon den Römern bekannt, und laut Wikipedia stammt das Wort „Socke“ vom lateinischen „soccus“ und bezeichnet einen Schlupfschuh. Vorläufer der Strümpfe waren Fußlappen, also Tücher, die um den Fuß gewickelt wurden. So wurde Wundscheuern in Stiefeln vermieden und man hatte besseren Halt in den Schuhen.
Selbstgestrickte Socken waren (sind) ja auch immer mit viel Aufwand verbunden, sodass ich mir vorstellen kann, dass viele der einfach lebenden Menschen im Mittelalter Fußlappen trugen.
Männer trugen Beinlinge, die an der Brouche befestigt werden konnten. Mit einer Ledersohle konnten sie auch ohne Schuhe getragen werden. (Eine Anleitung)

Bild aus der Kreuzfahrerbibel
„Die Frauen trugen vermutlich knielange Strümpfe, die unter dem Knie gebunden waren, die Männer trugen sichtbare Beinlinge.“ (12./13. Jahrhundert- Deutsches Strumpfmuseum, eine virtuelle Führung)
Hier gibt es Abbildungen zu Frauenstrümpfen: familia-ministeralis
Diskussionen zum Thema gibt es auch bei tempus-vivit.
Beim nächsten Mal singen wir „wer flickt mir jetzt die Socken“…oder vielleicht doch lieber „wer flickt mir jetzt die Beinlinge“?
September 16, 2008 um 6:58
Schon mal was von Nadelbinden gehört?
Eine Socke: http://genvieve.net/sca/nalbound-socks.html
Ist übrigens bei weitem mühsamer als stricken. Socken stricken gehen für eine geübte Strickerin dagegen sehr flott.
September 16, 2008 um 8:17
Ja, das habe ich doch irgendwo schon mal gelesen…;)
Da wollte ich nochmal einen eigenen Artikel drüber schreiben.
September 29, 2008 um 10:50
hach, es gibt schon gruseliges Liedgut…
September 30, 2008 um 8:30
Ich finde das Lied eigentlich ganz witzig
Zumindest macht es Spaß, es abends am Feuer zu grölen…
Juni 9, 2009 um 10:50
Hallo Papilia -
hab übrigens gerade einen Kommentar bekommen wegen des Films über das „Geisterheer im Odenwald“ (Du hattest den Artikel über den „Rodensteiner“ damals auch kommentiert): „Wer den Film kaufen will, kann dies bei mir (der Regisseurin) oder im Rathaus der Gemeinde Reichelsheim. Gruß L.Anton Tel.:06151/43715″
Schöne Grüße
der Burgerbe-Jan