Hirsebrei
Zum Frühstück gab es bei uns auf dem Heerlager Hirsebrei. Wirklich lecker, hat fast wie Milchreis geschmeckt und war sehr sättigend.
Zutaten für 6 Personen:
- ca. 1 1/2 l Milch
- ca. 5 El Honig
- 250 g Hirse
- je nach Belieben: Rosinen
Zubereitung:
Die Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hirse (zusammen mit den Rosinen) unterrühren und ungefähr eine halbe Stunde bei schwacher Hitze abgedeckt quellen lassen. Regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt.
Wenn die Hirse weich ist und der Brei schön sämig, ist er fertig. Guten Appetit!

August 19, 2008 um 4:50
gewöhnungsbedürftig aber macht sogar ordentlich satt
August 20, 2008 um 4:10
Hast du dich bei den Mengenangaben versehen oder ist das typisch Hochmittelalter, dass man zuviel Gewürze (hier Honig) nimmt, um zu zeigen wie reich man ist?
5 Esslöffel Honig, das muss ja eklig süß gewesen sein. Hirse ist von Natur aus schon süß und dann noch Rosinen dabei, das wäre mir genug.
Bei uns gibt es immer Hafergrütze mit Äpfeln und getrockneten Pflaumen, ein Löffel Honig darn kann, aber machen wir immer seltener.
August 20, 2008 um 4:41
„ist das typisch Hochmittelalter, dass man zuviel Gewürze (hier Honig) nimmt, um zu zeigen wie reich man ist“ Wie viele Gewürze man nimmt ist wohl einfach Geschmackssache. Und reich sind wir ja anscheinend sowieso, denn könnten wir es uns sonst leisten, ohne Arbeit durch das Land zu ziehen? In einem Zelt, mit Waffen und Ausrüstung? Vermutlich nicht.
„5 Esslöffel Honig, das muss ja eklig süß gewesen sein“ Nein, tatsächlich war es sogar sehr lecker.
August 21, 2008 um 4:55
Okay, ich mache Frühmittelalter und da werden die Gewürze, die wir heutzutage so kennen, fast alle noch nicht „angekommen“. Und Honig ist Luxus, da man dafür erst mal einen Bienenstock im Wald finden musste. Auch Salz war teuer. Und ich zeig halt „Alltagsküche“, wie sichd as normale Volk ernährt hat, nicht die Ausnahme an Fürstenhöfen u.ä.
Zitat: „Und reich sind wir ja anscheinend sowieso, denn könnten wir es uns sonst leisten, ohne Arbeit durch das Land zu ziehen? In einem Zelt, mit Waffen und Ausrüstung? Vermutlich nicht.“
Hmmm, siehst du euer Lager als real an? Nicht als „Hausersatz“? Ihr fahrt doch auch nicht mit Pferd und Wagen von Markt zu Markt (mal ganz abgesehen davon,d as reiche Leute/Adel das auch nicht tun würden, eher fahrende Händler) und habt ihr Gefolge, Mägde, Knechte usw.? Ausserdem hättest du als edle Dame doch nicht selber gekocht
Ich sehe das so: wir zeigen doch nur einen kleinen Ausschnitt, eine Darstellung ist eine Vorführung. Ich tue, nicht so, als lebte ich im Mittelalter. Ich spiele auch keinen Rolle (meinen Nickname hier benutze ich nicht im Hobby, der ist nur fürs I-Net).
Wir sind bei unserer Vorführung nur zu zweit, zeigen Küche und Handarbeit. Das ist keine nachgestellte Situation, da fehlt doch alles ringsrum (auch wenn wir den Vorteil haben, kein Zelt aufbauen zu müssen, weil wir in einem Museumsdorf sitzen).
Die Märkte sind doch auch nicht wie im Mittelalter: wo hätten da reiche (und arme) Leute auf einem Markt gezeltet?
Und Waffen tragen oder gar kämpfen auf einem Markt? Undenkbar…
August 21, 2008 um 11:50
@hamradis: ihr sitzt in einem museumsdorf und zeigt keine nachgestellten szenen/situationen? was macht ihr denn dann?
was streitet ihr zwei euch, was wie wo auf einem markt oder in einem lager los ist? märkte wie gruppen versuchen ein bisschen mittelaltereinblick zu schaffen. mehr nicht. alles was man darstellt besteht aus reinen annahmen, die vielleicht relativ dicht an der wahrheit liegen. 100% kann niemand darstellen. auch keine museumsdörfer.
beste beispiel sind die kelten: alles was man heute über sie weiß, stammt aus römischen aufzeichnungen und die waren immer subjektiv. die kelten selber haben keinerlei schriftliche nachlässe hinterlassen.
August 22, 2008 um 3:34
> ihr sitzt in einem museumsdorf und zeigt keine
> nachgestellten szenen/situationen? was macht ihr denn
> dann?
Wir führen vor und informieren d.h. ich habe einen Schautisch mit verschiedenen Lebensmittel und Geschirr (und zwar nicht nur was in einem Haushalt gewesen war, sondern was es alles so gab zu der Zeit, dei ganze Spannweite. Dann haben wir eine Feuerstelle mit Bänken für die Besucher ringrum und da koche ich verschiedene Sachen sowohl mit Luxusgeschirr (Eisenkessel, Grill) wie den alltäglichen Tonöpfen. Und meien Freundin zeigt textiles Handwerk, hauptsächlich Spinnen und Nadelbnden. Der besucher kann auch was ausprobieren, also mal eien fldenbrot backen oder sich zeigen lassen, wei das mit dem Nadelbinden geht.
Damit ist man in einem Museumsdorf vollauf beschäftigt, da die Besucher immer sehr viel wissen wollen. Nicht so komische Fragen wie auf einem Markt, sondern die wollen richtig informiert werden. Da muss man schon mal passen: das weiß ich nicht.
Wir sidn auch meist nicht alleinen da, andre Darstller zeigen dannwas üebr ihr Fachgebiet, Schwerpunkt ist aber immer das Handwerk und Alltagsleben in Haithabu.
Hier gibt es ein Tagebuch, da schreibt ein Freund regelmässig über die Veranstaltungen.
http://www.mydarc.de/dg2iac/haithabu/haithabu.html
Wir sind auf den Bildern vom 7.6., 12./13.7. und 2.8. zu sehen. Nächste Woche gibt es neue Fotos, dieses WE sidn wir nämlich wieder da.
Der link zu den Fotoalben: http://www.flickr.com/photos/kai-erik/collections/72157605552107600/
August 22, 2008 um 6:15
danke hamradis. das war mal eine ausführlicher einblick.
tontöpfe waren eh besser
dummerweise wurden die früher oftmals mittels bleitauche gefestigt. nicht grade sehr gesund. da ist heutiges emaillieren doch schon angenehmer
August 22, 2008 um 6:16
@hamradis: hast du eigentlich auch einen blog?
übrigens: haitabu wollte ich auch noch mal besuchen. dann sag ich früh genug bescheid
August 25, 2008 um 4:48
Bleitauche bei einem Kochtopf? Nicht, dass ich wüsste, das ist ganz einfach gemagerter Ton bei einer Temperatur bis max. 800 Grad gebrannt (so dass er noch porös ist, sonst platzt er ja im Feuer). Auch noch im Hoch- und Spätmittelalter ist das noch der übliche Kochtopf…
Mit einem emallierten Tontopf kann man – meines Wissens – nicht in der Glut kochen.
http://mitglied.lycos.de/PodicepsCristatus/kueche/tontopf.html
Einen Blog habe ich nicht, schreibe aber viel (allerdings unter meinem Realnamen) bei meiner Partnerin Hallveig im Blog: http://www.fruehes-handwerk.de/hallveig/