Vegetarier im Mittelalter?

Da ich gerade einen Artikel über Vegetarier und Veganer schreibe dachte ich mir, schaue ich doch mal nach, wie das im Mittelalter war. Notgedrungen gab es wahrscheinlich viele Vegetarier, denn nicht alle konnten sich Fleisch leisten.

Laut wikipedia entstand der Vegetarismus in Indien und unabhängig davon im antiken griechischen Kulturkreis (östlicher Mittelmeerraum, Süditalien).
Doch in der Antike hatte er relativ wenige Anhänger und entstand oft aus religiösen Gründen: Die antiken Vegetarier betrachteten Fleischnahrung als nachteilig für ihre asketischen und philosophischen Bestrebungen.

Bewusst auf Fleisch verzichteten im Mittelalter eigentlich nur Mönche und Nonnen im Rahmen der Askese. Fisch war aber erlaubt. Dabei beriefen sich viele auf den Kirchenvater Hieronymus († 419). Es ging ihnen dabei um freiwillige Entbehrung, eine bescheidene Lebensweise und das Abtöten der Begierden.

Ethische Beweggründe für den Fleischverzicht finden sich im Mittelalter kaum. Populär wurde der ethisch motivierte Vegetarismus erst in der frühen Neuzeit, auch durch Leonardo da Vinci. Heute ernähren sich laut vegetarier.net 7,3 Prozent der Bevölkerung vegetarisch.

Eine Antwort zu “Vegetarier im Mittelalter?”

  1. Ich denke nicht, dass man ein Vegetarier ist/war, wenn man sich Fleisch nicht leisten kann/konnte. Wenn man sich Fleisch nicht leisten kann, ist man arm. Und hungrig.

    Vegetarier/Veganer WOLLEN kein Fleisch essen – das ist ein ziemlicher Unterschied zu “Ich kann das nicht bezahlen!”, findest du nicht?

    Ich denke, die meisten Menschen des Mittelalters (Ich sage bewusst: Die meisten, nicht alle!) würden verständnislos den Kopf schütteln, wenn sie unsere heutigen Verweigerer tierischen Eiweißes sehen könnten.

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