Keine Schokolade…
Bei der Planung der anstehenden Heerlager fiel mir gestern ein, dass es im Mittelalter ja gar keine Schokolade gab…Aber tranken nicht auch die Azteken eine Art Kakao? Das musste ich natürlich gleich nach recherchieren.
Das erste Mal soll die Kakaopflanze um 1500 v.Chr. von den Olmeken genutzt worden sein. Die Maya bauten Kakao um 600 n.Chr. an und die Azteken tranken seit dem 14. Jahrhundert ein kaltes Kakaogetränk: Xocolatl.
Kakao galt bei den Azteken als berauschend und wurde meist nur von Kriegern, Priestern oder Königen getrunken. Für Frauen und Kinder soll es, ihrer Meinung nach, ungeeignet gewesen sein.
König Moctezuma II. (um 1500) nutze Kakao als Zahlungsmittel. Wikepedia gibt ein Beispiel hierzu: Für einen guten Sklaven musste man ca. 100 gute Kakaobohnen bezahlen.
Nach Europa gelangte der Kakao erstmals 1528 durch spanische Eroberer. Ungesüßt schmeckte flüssiger Kakao den Europäern allerdings nicht und so wurde er erst durch die Zugabe von Honig und Rohrzucker beliebter.
Doch erst im 18./19. Jahrhundert wurden Kakaobohnen in größeren Mengen gehandelt. Aber so teuer, dass sie sich zunächst nur Adelige leisten konnten. Ein Massenprodukt entstand erst durch Pressung und Zermahlung von günstigeren Bohnen.
Bis ins 19. Jahrhundert wurde Schokolade in Apotheken als “Kräftigungsmittel” verkauft. Die älteste Schokoladenfabrik ist wahrscheinlich Halloren in Halle. Sie wurde 1804 gegründet.
Mehr zur Geschichte und Herstellung von Schokolade gibt es bei Wikipedia, beim Infozentrum-Schokolade und hier.
Auf unserem Heerlager wird es also keine Schokolade geben. Macht nichts, sie wäre sowieso nur in der Sonne geschmolzen.
Die Gottheit Quetzalcoatl. Die Azteken glaubten er habe ihnen die Kakaopflanze geschenkt.
