Unterwäsche im Mittelalter

Dass im Mittelalter Untergewänder bei Frauen die Unterwäsche ersetzten erwähnte ich bereits hier. Laut Wikipedia trugen Frauen bis Anfang des 19. Jahrhunderts generell keine Unterhosen.

In dem Artikel über Katharina von Medici ist allerdings erwähnt, dass sie wohl eine der ersten Damen in Frankreich war, die eine einfache Form von Unterhosen unter ihren aufwendigen Gewändern trug. Doch Wikipedia räumt auch ein: „Wobei es hier Überlieferungslücken geben könnte, da sich keine Schriften oder Bilder finden, die sich näher mit dem als profan empfundenen Thema Unterbekleidung beschäftigen“.

Für Männer jedenfalls gab es die Brouche (Bruche): Weit und lang, der heutigen Boxershort nicht unähnlich. Sie wurde bis Anfang des 15. Jahrhunderts getragen. Dann jedoch wurden Strumpfhosen mit Schamkapsel Mode und die Brouche wurde kürzer und enger.

Bauer mit Brouche – Abbildung aus der Maciejowski Bibel (um 1250-60) (wikipedia)

Bei der „Burg Assum“ las ich, dass die meisten (einfachen) Männer bis ins 19. Jahrhundert lange Unterhemden trugen, die sie zwischen den Beinen durchziehen konnten.

Ab 1840 wurden Unterhosen für Frauen Pflicht. Die ersten Unterhosen reichten aber oft noch bis übers Knie und waren im Schritt offen. Der heutige Slip wurde erst 1914 eingeführt.

2 Antworten zu “Unterwäsche im Mittelalter”

  1. [...] auf sie wurde ich durch Papilias Artikel. Gesehen hat sie wahrscheinlich jeder schon einmal auf Bildnissen oder Statuen (ja, ich denke [...]

  2. nun ja, interressant aber hilft uns nicht wirklich weiter …. ;-)

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