Glöckchen

Auf dem WGT gab es zwei Mittelaltermärkte (mehr oder weniger authentisch) und mir fiel wieder etwas auf: Warum tragen eigentlich alle „Mittelalter(rock)-Fans“ Glöckchen an ihren Kleidern?

Laut Wikipedia verbreiteten irische Mönche im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. die Glocken in Europa. Vermutlich zunächst als Musikinstrument, als Schellen.

Glocken stehen mythologisch für die Kommunikation mit übersinnlichen Wesen wie Gottheiten und Geister. Das Geläut von Kirchenglocken soll Dämonen erschrecken und zum Flüchten bringen.

Aus diesem Grund schmückten sich die Menschen in Europa mit Glöckchen. Sie wollten sich vor bösen Geistern schützen, besonders Kinder trugen oft kleine Glocken an ihren Kleidern.

Zudem hatten Glöckchen im Mittelalter vielerlei Verwendungszwecke, zum Beispiel als Kinderspielzeug oder bei Gottesdiensten. Auch eitle Herren schmückten sich anscheinend gerne mit ihnen: „Wo Herren sein, klingeln die Schellen fein“. Ebenso Narren: „Je größer der Narr, desto größer die Schelle“. (mittelalter-lexikon.de)

Bei Tempus-Vivit las ich, dass Glöckchen an der Kleidung in manchen Städten auch zur Erkennung von Prostituierten genutzt wurden.

Ob das auch alles diejenigen wissen, die Glocken an ihren Kleidern tragen?

Auf glocken-online.de gibt es noch einen sehr interessanten Artikel zur Glocke und ihren Anfängen.

Glockengießer, Darstellung von 1568 (wiki-bild)

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