Maria von Medici

Am 26. April 1575 wurde Maria von Medici geboren. Sie war die zweite Frau des französischen Königs Heinrich IV. und Mutter Ludwigs XIII. Maria heiratete erst mit 25 Jahren, spät für die Zeit, vor allem da sie eine der reichsten Erbinnen Europas war.

Interessant ist: Die Heirat war eine Heirat per procurationem. Heinrich war also nicht selbst bei der Zeremonie, sondern ließ sich vertreten. Persönlich trafen sich die beiden erst rund zwei Monate später. Bei Fürstenhochzeiten soll das noch nicht einmal ungewöhnlich gewesen sein.

Genauso glücklich wie die Ehe anfing ging sie auch weiter. Heinrich hatte zahlreiche Geliebte und viele uneheliche Kinder.

1610 wurde Maria in der Basilika Saint-Denis zur Königin gekrönt. Im Falle von Heinrichs Tod könnte sie somit die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn Ludwig übernehmen. Kurioserweise wurde Heinrich tatsächlich am nächsten Tag von dem katholischen Fanatiker François Ravaillac erdolcht. Es war der 18. Attentatsversuch.

Maria hatte vorher noch kein Interesse an Politik gezeigt und brachte auch nicht die besten Voraussetzungen für diese Aufgabe mit. Sie galt als kontaktscheu, leicht beeinflussbar und launenhaft. Trotzdem war Maria ehrgeizig und machte sich im Laufe der Zeit immer mehr politische Gegner. Auch als Ludwig volljährig war wollte sie ihre Machtstellung nicht aufgeben.

1617 befreite sich befreite Ludwig XIII. aus der Vormundschaft seiner Mutter und verbannte sie nach Blois. Zwei Jahre später durfte sie an den Königshof zurückkehren, doch es kriselte zwischen ihr und Ludwig. 1631 wurde Maria des Hochverrats schuldig gesprochen und 1642 starb sie schließlich verarmt in Köln.

Zum Nach- und Weiterlesen: Wikipedia und eine Kurzbiographie

Maria von Medici

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