Umhänge mit Knöpfen?

Vor einiger Zeit schrieb ich über eine kleine nützliche Erfindung des Mittelalters, den Knopf. Wirklich populär wurde er mit dem Aufkommen figurbetonter Mode, Mitte des 14. Jahrhunderts. Zunächst beliebt beim Adel, verbreitete sich der Knopf bald in allen Schichten.

Nun fiel mir auf, dass mein brauner Leinenumhang von einem Knopf zusammen gehalten wird. Besser wäre vermutlich eine Fibel. Denn ein Umhang ist ein sehr einfaches Kleidungsstück, das oft genutzt wurde. Natürlich auch schon bevor Knöpfe in Europa populär wurden.

Fibeln sind metallene Gewandnadeln, die Umhänge und Kleider zusammen halten. Zudem drückten sie auch den Rang und die Postion aus. Es gibt viele verschiedene Formen, eine gute Übersicht findet sich auf scheibenfibeln.de.

Getragen wurden Fiblen von Männern sowie von Frauen, und das zum Beispiel schon bei den Griechen, Römern, Germanen und Byzantinern. Mit dem Aufkommen des Knopfes kamen Fibeln dann aus der Mode.

Ringfibel

2 Antworten zu “Umhänge mit Knöpfen?”

  1. Hamradis Sagt:

    Ein Umhang aus Leinen? Dafür kenne ich nun gar keinen Nachweis im Mittelalter. Leinen taugt auch nichts als Wetterschutz, denn es zieht Feuchtigkeit an. Man wird also bei Regen klatschnass. ;-)

    Und dass ein Umhang ein sehr einfaches, oft genutztes Kleidungstück ist, trifft auch nur auf rechteckige Umschlagtücher und Umhänge zu. Die Rundmäntel verbrauchen sehr viel Stoff und sind für den Alltagsgebrauch auch zu unhandlich. Sie dienen mehr der Repräsentation.

    Hier mal ein Beispiel für den Tasselmantel einer Dame:
    http://www.apud-angeron.de/html/inh-bilder-aus1b-03.html

  2. papilias Sagt:

    Danke für die Hinweise.

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