Dublin

“In Dublin’s fair city,
where the girls are so pretty,
I first set my eyes on sweet Molly Malone…” (zum anhören)

Heute fliege ich zu Molly Malone nach Dublin, ich werde also in den nächsten Tagen nichts Neues schreiben. Somit habt ihr Zeit alle meine älteren Beiträge zu lesen…

Dublin wurde 842 von den Wikingern gegründet, sie nannten das neue Dorf “Dubh Linn” (irisch für „Schwarzer Tümpel“). Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück und ursprünglich war sie ein keltisches Fischerdorf. Im 12. Jahrhundert wurde Dublin zur Hauptstadt der Republik Irland.

Bis zum Einfall der Normannen ab 1169 sprach man auf der Insel fast ausschließlich irisch (irisch-gälisch). Im Laufe der nächsten Jahrhunderte verfestigte sich die englische Sprache aber immer mehr.

Ihre Verwurzelung in den Oberschichten verlor die irische Sprache durch die Flucht der Grafen 1607 . Vor allem im 19. Jahrhundert ging die irische Sprache erneut stark zurück. Schuld waren die katastrophalen Hungersnöte, wie die Große Hungersnot 1845–1849. Die Anzahl der Irisch sprechenden reduzierte sich um 1,5 Millionen, die meisten verhungerten, viele emigrierten.

Heute sollen 40,8 % der Bevölkerung noch Irisch sprechen können. Doch die wenigsten beherrschen die Sprache vermutlich fließend, trotzdem an allen staatlichen Schulen Irisch Pflichtfach ist. Auch für den Staatsdienst muss die Sprache beherrscht werden.

Das Frühmittelalter Irlands gilt als Blütezeit des Landes. Irische Bildung und Kultur waren führend in Europa. Aus dieser Zeit stammt das “Book of Kells” (7.-10. Jahrhundert). Es ist eine Vorzeigestück mittelalterlicher Buchmalerei.

Im 8. Jahrhundert endete die Blütezeit und die Wikinger erreichten Irland. 50 Jahre dauerten die Überfälle, dann errichten sie permanente Siedlungen. Die Geschichte Irlands im Mittelalter lässt sich gut auf Wikipedia nachlesen.

Dublin war im Mittelalter ein nicht ungefährlicher Ort: 1348 wurde die Stadt von der tödlichen Beulenpest („Black Death“) heimgesucht, die im 14. Jahrhundert in ganz Europa wütete. Zudem kam es immer wieder zu Gewalt und zu räuberischen Übergriffen.

Ha’Penny Bridge
Die Ha’penny Bridge in Dublin (wiki-Bild). Früher kostete es einen halben Penny die Brücke zu überqueren.

2 Antworten zu “Dublin”

  1. hi… da du so viel über irland weißt kannst du mir evtl. auch hierbei helfen… ich habe mal von einem keltisch, evtl irischen helden gehört, der immer am daumen genuckelt hat wie ein baby… was verbirgt sich hinter dieser obskuren geschichte? gab es wirklich so einen “helden”?

  2. papilias Sagt:

    ja, ich glaube ich weiß wen du meinst. Finn irgendwas. Mal schauen, was ich so finde…

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