Ostern
Ostern ist aus theologischer Sicht das wichtigste christliche Fest. Da die Kirche im Mittelalter einen großen Einfluss hatte, wurde Ostern natürlich auch schon damals gefeiert.
In den westlichen Kirchen beginnt der österliche Festkreis seit dem Jahr 1091 mit dem Aschermittwoch, auf den 40 Tage Fastenzeit folgen.
Die Bezeichnung Ostern stammt wahrscheinlich aus dem germanischen. Auch die heute populären Symbole haben keinen christlichen Ursprung. So soll der Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau den Osterhasen erstmals 1682 erwähnt haben.
Im Mittelalter mussten die Bauern am Gründonnerstag ihren Zehnt, ihre Steuern, in Form von Eiern an ihren Grundherren zahlen. Zu dieser Zeit kam es nämlich durch das Fasten und durch eine erhöhte “Legefreudigkeit” der Hennen zu einem Eierüberschuss.
Ein einheitliches Osterdatum zu finden war schwer. Auf dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 wurde es erstmals festgelegt, öfters geändert und bei der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 erneut angepasst. Der 22. März ist übrigens der früheste Termin und der 25. April der späteste Termin des Osterfestes.
Im Brockhaus las ich, dass seit Ende des 12. Jahrhunderts am ersten Ostertag die Ehemänner ihren Frauen, am zweiten die Frauen ihren Männern Schläge zur gegenseitigen Versöhnung geben durften.