Haben Adelige blaues Blut?
Die Redensart vom „blauen Blut“ der Adligen kommt aus dem Spanischen.
Die Spanier waren aufgrund ihrer Abstammung von den Westgoten und Heiratsverbindungen mit nordischen Adelshäusern, besonders blass.
Zudem bewegten sich die Adligen damals kaum körperlich, ihr Blut war so kalt und sauerstoffarm, dass die Venen durch die blasse Haut bläulich schimmerten. Um dieses Schönheitsideal zu steigern mieden sie die Sonne.
Im mittelalterlichen Spanien, im 8./9. Jahrhundert, kämpfte der Adel mit westgotischer Herkunft gegen die Mauren. Während die Araber eine dunklere Haut hatten, sah man auf der weißen Haut des spanischen Adels die blauen Adern. So entstand der Irrglauben, dass blaues Blut durch die Adern der Adligen fließen würde.
Bauern und einfache Leute arbeiteten im Mittelalter meist den ganzen Tag draußen in der Sonne und wurden dabei braun. Die Adeligen mussten keine körperliche Arbeit verrichten und waren mehr im Haus. Wenn sie mal draußen waren, dann schützten sie sich vor der Sonne, denn sie wollten auf keinen Fall so braun werden wie die Bauern.