Gabel, Messer und Löffel…
Die Gabel ist heute für uns selbstverständlich. Im Mittelalter war sie zwar bekannt, wurde aber an den Adelshöfen im Hochmittelalter nur zum Vorschneiden der Speisen verwendet. Individuelles Essbesteck kam erst allmählich auf.
Meist wurde ein Messer zum mundgerechten Zerkleinern der Speisen genutzt und man aß dann mit dem Händen. Als Vorgänger der Gabel könnte auch der Essdorn gelten, mit dem das Essen aufgespießt wurde.
Für den Klerus war die Gabel vor allem Ausdruck verweichlichter Sitten. Luther soll 1518 gesagt haben: “Gott behüte mich vor Gäbelchen”. Die katholische Kirche lehnte Gabeln zuerst ab, da sie äußerlich an den Dreizack des Teufels erinnerten.
Der Löffel hingegen war weit verbreitet. In Familien wurde er von Generation zu Generation weiter gegeben. Wer also den Löffel abgab, der starb. Auch heutzutage gibt jemand sprichwörtlich den Löffel ab, wenn er stirbt.
Februar 17, 2008 um 4:03
[...] Mittelalter wurde bekanntlich nicht immer mit Messer, Gabel und Löffel gegessen, sondern oft mit den bloßen Fingern. In wohlhabenden Häusern wurde deshalb vor und nach [...]