Frauen im Mittelalter…benachteiligt?

Frauen wurden im Mittelalter nicht so wertgeschätzt wie Männer, sondern benachteiligt. Dies galt allerdings als normal. Die Unterscheidung der Geschlechter wurde nicht angezweifelt oder als Diskriminierung verstanden, sondern als gottgegeben angesehen.

Der Alltag im Mittelalter war anstrengend, doch nicht nur Männer mussten hart arbeiten, sondern vor allem auch die Frauen. Waren sie es doch, die sich um alle häuslichen Belange zu kümmern hatten. Das war damals natürlich um einiges anstrengender als heute, in Zeiten der Waschmaschine oder der Mikrowelle. Dazu kam die Kindererziehung und natürlich das Kindergebären.

Ehefrauen eines höheren Stands, die zum Beispiel mit einem reichen Gutsherren verheiratet waren, ließen zwar Arbeiten wie Wasser holen von ihren Mägden verrichten, ihnen oblag es aber das Werk der Angestellten zu überwachen.

Sie waren mehr als schmückendes Beiwerk, denn Frauen von Stand waren meist gebildeteter als ihre Männer und daher besser in der Lage, die Güter zu verwalten. Während sie die Zeit hatten Lesen und Schreiben zu lernen, übten sich ihre Männer überwiegend im Kampf.

Frauen waren aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen, genossen aber insgesamt eine recht hohe Achtung und Wertschätzung. Durch Volksrechte wurden Männern Strafen angedroht, die einer verheirateten Frau zu nahe kamen.

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